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Verzeichnis

Techniken der Prompt Injection und des Jailbreakings

Dieser Katalog verzeichnet 51 öffentlich dokumentierte Techniken, mit denen sich das Verhalten von Sprachmodellen entgegen der Absicht des Betreibers verändern lässt. Jede Technik ist einer von zehn Kategorien zugeordnet, mit einer Risikoeinschätzung für produktive Systeme versehen und mit einer Primärquelle belegt: Paper, Hersteller-Advisory oder OWASP-Eintrag. Die Darstellung ist durchgehend defensiv. Sie erklärt das Prinzip einer Technik, damit Betreiber ihre Systeme prüfen und härten können, und enthält keine einsatzfertigen Angriffsanleitungen gegen konkrete Live-Systeme.

Von den 51 Einträgen sind 34 als Risiko hoch eingestuft, 17 als mittel. Die Einstufung bezieht sich auf die praktische Gefährdung produktiver Anwendungen, nicht auf die Neuartigkeit eines Verfahrens. Ein einfacher, gut dokumentierter Angriff, der bei vielen Systemen wirkt, ist gefährlicher als ein raffinierter Laborangriff. Grundlagen zur Einordnung stehen im Pillar Was ist Prompt Injection?; nach dem Weg der Anweisung sortiert der Cluster Arten.

Die zehn Kategorien

Direkte Injektion (4 Techniken). Der Angreifer gibt die Anweisung selbst ein. Dazu zählen der Anweisungen-ignorieren-Angriff, das System-Prompt-Auslesen, die Zielentführung und die Kontext-Überflutung.

Indirekte Injektion (8 Techniken). Die Anweisung stammt aus Inhalten, die das System abruft: versteckter Text in Webseiten, E-Mails, Dokumente, Kalendereinladungen, vergiftete Suchergebnisse.

Jailbreak (8 Techniken). Verfahren, die auf die Sicherheitsregeln des Modellanbieters zielen, von Rollenspiel-Personas über Skeleton Key bis Policy Puppetry.

Obfuskation (8 Techniken). Die Anweisung wird so kodiert, dass Filter sie nicht erkennen, das Modell sie aber versteht: Base64, ASCII Smuggling, Homoglyphen und Zero-Width-Zeichen, ASCII-Art.

Multi-Turn (6 Techniken). Der Angriff verteilt sich über mehrere Gesprächsrunden, sodass keine einzelne Eingabe auffällig ist. Crescendo, Echo Chamber und Many-Shot-Jailbreaking sind die bekanntesten Vertreter.

Automatisiert (6 Techniken). Optimierungsverfahren erzeugen Angriffs-Eingaben maschinell, etwa GCG-Suffixe, AutoDAN, PAIR oder Tree of Attacks. Sie sind der Grund, warum Handarbeit an Sperrlisten nicht skaliert.

Agenten-Angriffe (6 Techniken). Zielen auf Systeme, die handeln können: Tool-Poisoning über MCP, Werkzeug-Missbrauch, verwirrter Stellvertreter, Zero-Click-Injektion.

Datenvergiftung (2 Techniken). Setzt vor dem Betrieb an: RAG-Vergiftung manipuliert die Wissensbasis, eine Backdoor im Modell das Modell selbst.

Exfiltration (2 Techniken). Der Rückkanal, über den Daten das System verlassen: Markdown-Bilder und präparierte Links. Ohne ihn bleibt eine Injektion folgenlos.

Multimodal (1 Technik). Injektion über Bild und Ton, sichtbar als Text im Bild oder unsichtbar als adversariale Störung.

Wie dieser Katalog zu lesen ist

Jede Technik-Seite folgt derselben Gliederung: Definition, Funktionsweise, erklärendes Beispiel, Risiko, Schutz, verwandte Techniken, Quelle. Sie endet bei den Gegenmaßnahmen, nicht bei der Ausführung.

Die Zuordnung zu den OWASP LLM Top 10 steht auf jeder Seite.1 42 der 51 Techniken fallen unter LLM01 Prompt Injection, die übrigen unter LLM02 bis LLM08, je nachdem, wo der eigentliche Schaden entsteht. Diese Verteilung ist selbst ein Befund: Prompt Injection ist selten das Ziel eines Angriffs, meist ist sie der Einstieg.

Die vollständige, nach Kategorie und Risiko filterbare Liste steht unter diesem Text. Für die Gegenseite siehe Schutz vor Prompt Injection und das Verzeichnis der Werkzeuge.

Direkte Injektion 4

  • Ignore Previous Instructions

    Anweisungen-ignorieren-Angriff

    Der klassische Einstieg in die Prompt Injection: Der Angreifer schreibt in die Nutzereingabe eine Anweisung, die dem Modell befiehlt, seine bisherigen Vorgaben zu verwerfen und stattdessen der neuen Anweisung zu folgen.

    Risiko hochLLM01
  • Context Overflow

    Kontext-Überflutung

    Der Angreifer füllt das Kontextfenster mit sehr viel Text, sodass die eigentlichen Sicherheitsanweisungen an Gewicht verlieren oder aus dem Kontext gedrängt werden.

    Risiko mittelLLM01
  • Prompt Leaking

    System-Prompt-Auslesen

    Angriff mit dem Ziel, den verborgenen System-Prompt einer Anwendung offenzulegen — samt Regeln, Rollenbeschreibung und teils eingebetteten Geschäftsgeheimnissen.

    Risiko mittelLLM07
  • Goal Hijacking

    Zielentführung

    Der Angreifer ersetzt nicht die Regeln, sondern das Ziel der Anwendung: Ein Übersetzungsdienst schreibt plötzlich Werbetexte, ein Support-Bot gibt Rabatte — die Anwendung arbeitet weiter, nur für den Falschen.

    Risiko hochLLM01

Indirekte Injektion 8

  • Memory Injection

    Gedächtnis-Injektion

    Der Angriff schreibt manipulierte Einträge in das Langzeitgedächtnis eines Assistenten — die Anweisung überdauert damit die einzelne Sitzung und wirkt in allen künftigen Gesprächen fort.

    Risiko hochLLM01
  • Stored / Persistent Prompt Injection

    Gespeicherte Prompt Injection

    Die Anweisung wird dauerhaft in einem Datenspeicher abgelegt — Vektordatenbank, Wissensbasis, Profilfeld — und wirkt bei jedem künftigen Abruf erneut, auch auf andere Nutzer.

    Risiko hochLLM01
  • Indirect Prompt Injection

    Indirekte Prompt Injection

    Die Anweisung stammt nicht vom Nutzer, sondern aus Inhalten, die das System selbst lädt — Webseiten, Dokumente, E-Mails. Der Angreifer muss nie mit der Anwendung interagieren.

    Risiko hochLLM01
  • Document-borne Injection

    Injektion über Dokumente

    PDF-, Office- oder Textdateien enthalten versteckte Anweisungen, die wirksam werden, sobald ein Assistent das Dokument zusammenfassen oder auswerten soll.

    Risiko hochLLM01
  • Email-borne Injection

    Injektion über E-Mail

    Eine präparierte E-Mail genügt: Sobald ein Assistent das Postfach durchsucht oder zusammenfasst, gelangen die eingebetteten Anweisungen in seinen Kontext — ohne dass der Nutzer die Mail öffnen muss.

    Risiko hochLLM01
  • Calendar Invite Injection

    Injektion über Kalender-Einladungen

    Anweisungen werden in Titel oder Beschreibung eines Kalendereintrags versteckt und ausgelöst, sobald der Assistent den Kalender liest — bis hin zur Steuerung angebundener Geräte.

    Risiko hochLLM01
  • Search / Web Poisoning for AI Agents

    Vergiftung von Suchergebnissen

    Angreifer stellen Webseiten ins Netz, deren sichtbarer Inhalt für Menschen belanglos ist, die aber gezielt Anweisungen für Agenten enthalten, die diese Seiten über die Websuche abrufen.

    Risiko hochLLM01
  • Hidden Text Injection

    Versteckter Text in Webseiten

    Anweisungen werden für Menschen unsichtbar in eine Webseite eingebettet — weiße Schrift auf weißem Grund, Schriftgröße null, HTML-Kommentare oder ausgeblendete Elemente — bleiben für den Agenten aber lesbar.

    Risiko hochLLM01

Jailbreak 8

  • DAN (Do Anything Now)

    DAN („Do Anything Now")

    Die bekannteste Familie von Community-Jailbreak-Prompts: Das Modell soll eine entfesselte Zweitpersönlichkeit annehmen, die „alles darf" — häufig verstärkt durch ein fiktives Punkte- oder Strafsystem.

    Risiko mittelLLM01
  • DeepInception

    DeepInception (verschachtelte Fiktion)

    Mehrfach verschachtelte fiktive Szenen — eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte — verwässern den Bezug zur Realität, bis das Modell die Sicherheitsprüfung auf die innerste Ebene nicht mehr anwendet.

    Risiko mittelLLM01
  • Compound / Combined Attacks

    Kombinationsangriffe

    Die praktisch wirksamsten Angriffe kombinieren mehrere Techniken — etwa Rollenspiel plus Kodierung plus Verweigerungs-Unterdrückung — und übersteigen dadurch die Wirkung jeder Einzeltechnik.

    Risiko hochLLM01
  • Policy Puppetry

    Policy Puppetry

    Von HiddenLayer 2025 veröffentlichte Technik: Der Angriffs-Prompt wird als strukturierte Richtliniendatei (XML, JSON, INI) formuliert, die das Modell als interne Konfiguration statt als Nutzereingabe interpretiert.

    Risiko hochLLM01
  • Roleplay / Persona Jailbreak

    Rollenspiel-Persona

    Das Modell wird gebeten, eine fiktive Rolle einzunehmen, für die die üblichen Regeln angeblich nicht gelten — die Fiktion dient als Vorwand für regelwidrige Ausgaben.

    Risiko mittelLLM01
  • Self-Deception

    Selbsttäuschung des Modells

    Das Modell wird veranlasst, den schädlichen Kontext selbst zu erzeugen — anschließend arbeitet es mit seinem eigenen, als vertrauenswürdig behandelten Output weiter.

    Risiko mittelLLM01
  • Skeleton Key

    Skeleton Key

    Von Microsoft dokumentierte Technik, bei der das Modell nicht zum Regelbruch überredet, sondern gebeten wird, seine Regeln zu „ergänzen": Es soll künftig alles beantworten und lediglich eine Warnung voranstellen.

    Risiko hochLLM01
  • Refusal Suppression

    Verweigerungs-Unterdrückung

    Dem Modell wird untersagt, typische Ablehnungsformeln zu verwenden („sage niemals ‚Ich kann nicht'") — der sprachliche Ausweg für eine Verweigerung wird ihm damit genommen.

    Risiko mittelLLM01

Mehrstufiger Angriff 6

  • Bad Likert Judge

    Bad Likert Judge

    Von Unit 42 beschriebene Technik: Das Modell wird als Bewertungsinstanz eingesetzt und soll Beispielantworten zu verschiedenen Stufen einer Likert-Skala erzeugen — die Höchststufe enthält den schädlichen Inhalt.

    Risiko hochLLM01
  • Crescendo

    Crescendo

    Von Microsoft beschriebener Mehrschritt-Angriff: Das Gespräch beginnt harmlos und steigert sich in kleinen, jeweils plausiblen Schritten, bis das Modell den ursprünglich abgelehnten Inhalt liefert.

    Risiko hochLLM01
  • Deceptive Delight

    Deceptive Delight

    Von Unit 42 beschriebene Technik: Ein unzulässiges Thema wird zwischen zwei harmlose Themen gebettet und das Modell gebeten, alle drei in einer positiven Erzählung zu verbinden — anschließend soll es den kritischen Teil ausführen.

    Risiko mittelLLM01
  • Echo Chamber

    Echo Chamber

    Von NeuralTrust beschriebene Kontextvergiftung: Harmlose „Saat"-Aussagen werden gesetzt und über mehrere Turns vom Modell selbst wiederholt, bis der vergiftete Kontext als eigener Konsens wirkt.

    Risiko hochLLM01
  • Many-shot Jailbreaking

    Many-Shot-Jailbreaking

    Von Anthropic veröffentlichte Technik: Sehr viele fingierte Dialogbeispiele, in denen ein „Assistent" regelwidrig antwortet, werden in den Prompt gestellt — das Modell setzt das Muster fort.

    Risiko hochLLM01
  • Persuasive Adversarial Prompts (PAP)

    Persuasions-Jailbreak

    Der Angriff nutzt klassische sozialwissenschaftliche Überzeugungstechniken — Autorität, Reziprozität, emotionale Appelle — statt technischer Tricks, um das Modell zur Kooperation zu bewegen.

    Risiko mittelLLM01

Obfuskation 8

  • ASCII Smuggling

    ASCII Smuggling (unsichtbare Unicode-Tags)

    Anweisungen werden in Unicode-Tag-Zeichen kodiert, die in Oberflächen unsichtbar bleiben, vom Modell aber als Text gelesen werden — der Mensch sieht nichts, das Modell folgt.

    Risiko hochLLM01
  • ArtPrompt

    ASCII-Art-Jailbreak (ArtPrompt)

    Ein sicherheitsrelevantes Schlüsselwort wird als ASCII-Art dargestellt. Das Modell rekonstruiert das Wort aus der Grafik, die Sicherheitsprüfung auf Textebene erkennt es nicht.

    Risiko mittelLLM01
  • Base64 / Encoding Bypass

    Base64- und Kodierungs-Umgehung

    Die schädliche Anweisung wird kodiert übergeben (z. B. Base64) und erst vom Modell selbst dekodiert — Filter, die den Klartext prüfen, greifen ins Leere.

    Risiko mittelLLM01
  • Cipher-based Jailbreak

    Chiffren- und Leetspeak-Umgehung

    Die Anfrage wird in einer einfachen Chiffre (ROT13, Caesar, Leetspeak, Morse) gestellt; das Modell entschlüsselt sie und antwortet, während Sicherheitsfilter die Bedeutung nicht erfassen.

    Risiko mittelLLM01
  • Homoglyph / Zero-Width Obfuscation

    Homoglyphen und Zero-Width-Zeichen

    Schlüsselwörter werden mit optisch identischen Zeichen aus anderen Alphabeten oder mit unsichtbaren Trennzeichen geschrieben, um Signatur- und Sperrlisten-Filter zu unterlaufen.

    Risiko mittelLLM01
  • Payload Splitting

    Payload-Splitting

    Die schädliche Anweisung wird in harmlose Bruchstücke zerlegt, die einzeln jeden Filter passieren; das Modell setzt sie erst im Kontext wieder zusammen.

    Risiko mittelLLM01
  • Low-Resource Language Attack

    Sprachwechsel in ressourcenarme Sprachen

    Die Anfrage wird in einer Sprache gestellt, für die vergleichsweise wenig Sicherheitstraining existiert — die Fähigkeiten des Modells reichen weiter als sein Schutz.

    Risiko mittelLLM01
  • FlipAttack

    Zeichen-Umkehr-Angriff (FlipAttack)

    Der schädliche Prompt wird zeichen- oder wortweise umgekehrt übergeben; das Modell dreht ihn im Zuge der Bearbeitung zurück und führt ihn aus.

    Risiko mittelLLM01

Automatisierter Angriff 6

  • AutoDAN

    AutoDAN

    Verfahren, das mit einem genetischen Algorithmus Jailbreak-Prompts erzeugt, die im Gegensatz zu GCG-Suffixen sprachlich unauffällig und damit für Perplexitäts-Filter schwer erkennbar sind.

    Risiko hochLLM01
  • Best-of-N Jailbreaking

    Best-of-N-Jailbreaking

    Ein Black-Box-Verfahren, das dieselbe Anfrage in vielen zufällig variierten Schreibweisen stellt, bis eine Variante die Schutzmechanismen passiert — auch für Bild und Audio anwendbar.

    Risiko hochLLM01
  • Greedy Coordinate Gradient (GCG)

    GCG-Suffix-Angriff

    Gradientenbasiertes Verfahren, das automatisch eine scheinbar sinnlose Zeichenkette berechnet, die an beliebige Anfragen angehängt die Verweigerung des Modells aushebelt.

    Risiko hochLLM01
  • Prompt Automatic Iterative Refinement

    PAIR (iterative Prompt-Verfeinerung)

    Ein angreifendes Sprachmodell verfeinert seinen Prompt anhand der Antworten des Zielmodells — die Autoren berichten Jailbreaks häufig in unter zwanzig Anfragen, ohne Zugriff auf Modellgewichte.

    Risiko hochLLM01
  • Projected Gradient Descent Attack

    Projizierter Gradientenabstieg

    White-Box-Angriff, der adversariale Eingaben im kontinuierlichen Einbettungsraum optimiert und dadurch deutlich schneller zum Ziel kommt als diskrete Suchverfahren.

    Risiko mittelLLM01
  • Tree of Attacks with Pruning

    Tree of Attacks (TAP)

    Weiterentwicklung von PAIR: Statt einer linearen Verfeinerung wird ein Baum von Angriffspfaden aufgespannt, aussichtslose Zweige werden früh abgeschnitten.

    Risiko hochLLM01

Angriff auf Agenten 6

  • Insecure Output Handling / Code Injection

    Code-Injektion über LLM-Ausgaben

    Die Ausgabe des Modells wird ungeprüft weiterverarbeitet — als HTML gerendert, als SQL abgesetzt, als Shell-Befehl ausgeführt. Eine Injektion wird damit zu klassischer Codeausführung.

    Risiko hochLLM05
  • Prompt Infection

    Prompt-Infektion in Multi-Agenten-Systemen

    Eine Injektion, die sich selbst weitergibt: Ein kompromittierter Agent reicht die Anweisung samt Vervielfältigungsauftrag an die nächsten Agenten weiter — wurmartige Ausbreitung im Verbund.

    Risiko hochLLM01
  • Tool Poisoning

    Tool-Poisoning (MCP)

    Die Beschreibung eines Werkzeugs — etwa eines MCP-Servers — enthält versteckte Anweisungen. Der Agent liest sie beim Auflisten der verfügbaren Tools, noch bevor er das Werkzeug überhaupt aufruft.

    Risiko hochLLM03
  • Confused Deputy

    Verwirrter Stellvertreter

    Der Agent handelt mit den Rechten des Nutzers, folgt aber der Absicht eines Angreifers — er wird zum Stellvertreter, der seine Berechtigungen fremdgesteuert einsetzt.

    Risiko hochLLM06
  • Tool Misuse via Injection

    Werkzeug-Missbrauch durch Injektion

    Die eingeschleuste Anweisung veranlasst den Agenten, seine angebundenen Werkzeuge zweckwidrig einzusetzen — Mails versenden, Dateien schreiben, Käufe auslösen, Code ausführen.

    Risiko hochLLM06
  • Zero-Click Prompt Injection

    Zero-Click-Injektion

    Angriffsklasse, die ganz ohne Zutun des Opfers auskommt: Das Zustellen eines Inhalts in ein vom Assistenten durchsuchtes System genügt, um Injektion und Datenabfluss auszulösen.

    Risiko hochLLM01

Datenabfluss 2

  • Markdown Image Exfiltration

    Datenabfluss über Markdown-Bilder

    Das Modell wird veranlasst, ein Bild einzubetten, dessen URL die zu stehlenden Daten als Parameter enthält. Das Rendern der Antwort löst den Abruf aus und schickt die Daten an den Angreifer.

    Risiko hochLLM02
  • Link-based Exfiltration

    Datenabfluss über präparierte Links

    Die Antwort des Assistenten enthält einen scheinbar hilfreichen Link, in dessen Parametern vertrauliche Daten stecken — ein Klick des Nutzers genügt für den Abfluss.

    Risiko hochLLM02

Datenvergiftung 2

  • Sleeper Agents / Model Backdoor

    Backdoor im Modell (Sleeper Agent)

    Ein Modell wird im Training so präpariert, dass es sich normal verhält, bis ein bestimmter Auslöser erscheint — Anthropic zeigte, dass Standard-Sicherheitstraining solche Hintertüren nicht zuverlässig entfernt.

    Risiko hochLLM04
  • RAG Poisoning / PoisonedRAG

    RAG-Vergiftung

    Präparierte Dokumente werden so gestaltet, dass sie für bestimmte Nutzerfragen sicher in die Top-Treffer der Vektorsuche gelangen und dort ihre Anweisungen ausspielen.

    Risiko hochLLM08

Multimodal 1

  • Multi-Modal Instruction Injection

    Multimodale Injektion über Bild und Ton

    Anweisungen werden in Bilder oder Audiodateien eingebettet — als sichtbarer Text im Bild oder als adversariale Störung — und wirken, sobald ein multimodales Modell die Datei verarbeitet.

    Risiko hochLLM01

Quellen

  1. OWASP Gen AI Security Project: OWASP Top 10 for LLM Applications 2025. https://genai.owasp.org/llm-top-10/

Alle Einträge sind defensiv und erklärend gehalten. Sie beschreiben das Prinzip einer Technik, damit Betreiber ihre Systeme schützen können — sie enthalten keine einsatzfertigen Payloads gegen konkrete Live-Systeme.