Gespeicherte Prompt Injection
Die Anweisung wird dauerhaft in einem Datenspeicher abgelegt — Vektordatenbank, Wissensbasis, Profilfeld — und wirkt bei jedem künftigen Abruf erneut, auch auf andere Nutzer.
- Englischer Begriff
- Stored / Persistent Prompt Injection
- Kategorie
- Indirekte Injektion
- Risiko
- Risiko hoch
- OWASP-Bezug
- LLM01 — Prompt Injection
- Primärquelle
- genai.owasp.org
Gespeicherte Prompt Injection (englisch „Stored / Persistent Prompt Injection") gehört zur Kategorie Indirekte Injektion und ist eine der dokumentierten Techniken der Prompt Injection gegen Sprachmodelle. Der Eintrag beschreibt das Wirkprinzip, damit Betreiber ihre Systeme prüfen und absichern können; eine Übersicht aller Verfahren steht im Techniken-Verzeichnis. Im Risikokatalog OWASP LLM Top 10 fällt die Technik unter LLM01: Prompt Injection.
Funktionsweise
- Der Payload gelangt einmalig in einen persistenten Speicher.
- Jeder Abruf lädt ihn erneut in den Kontext — vergleichbar mit Stored XSS.
- Die Wirkung überdauert Sitzungen und trifft Nutzer, die den Angreifer nie gesehen haben.
Risiko
Risiko hoch Die praktische Gefährdung produktiver Systeme wird für diese Technik als hoch eingestuft. Maßgeblich dafür sind die Rechte der betroffenen Anwendung: Je mehr eine LLM-Anwendung lesen, senden oder ausführen darf, desto größer ist der Schaden, den eine einzelne eingeschleuste Anweisung anrichten kann. OWASP führt den zugehörigen Risikobereich als LLM01 — Prompt Injection.
Schutz
Keine Einzelmaßnahme verhindert diese Technik vollständig. Wirksam ist gestaffelte Absicherung, bei der jede Schicht davon ausgeht, dass die vorherige versagt:
- Inhalte vor der Aufnahme in Wissensbasen bereinigen und prüfen.
- Herkunft und Schreibrechte pro Dokument protokollieren.
- Regelmäßige Prüfung von Wissensbasen auf eingebettete Anweisungen.
Ausführlich behandelt der Bereich Schutz vor Prompt Injection die einzelnen Maßnahmen; passende Werkzeuge listet das Werkzeug-Verzeichnis.
Verwandte Techniken
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Indirekte Prompt Injection
Die Anweisung stammt nicht vom Nutzer, sondern aus Inhalten, die das System selbst lädt — Webseiten, Dokumente, E-Mails. Der Angreifer muss nie mit der Anwendung interagieren.
Risiko hoch -
RAG-Vergiftung
Präparierte Dokumente werden so gestaltet, dass sie für bestimmte Nutzerfragen sicher in die Top-Treffer der Vektorsuche gelangen und dort ihre Anweisungen ausspielen.
Risiko hoch -
Gedächtnis-Injektion
Der Angriff schreibt manipulierte Einträge in das Langzeitgedächtnis eines Assistenten — die Anweisung überdauert damit die einzelne Sitzung und wirkt in allen künftigen Gesprächen fort.
Risiko hoch
Quellen
- Gespeicherte Prompt Injection — Primärquelle: https://genai.owasp.org/llmrisk/llm01-prompt-injection/
Dieser Eintrag erklärt das Prinzip zu Verteidigungszwecken. Er enthält bewusst keine einsatzfertigen Angriffs-Payloads gegen konkrete Systeme (siehe redaktionelle Grundsätze).