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Technik · Indirekte Injektion

Injektion über Kalender-Einladungen

Anweisungen werden in Titel oder Beschreibung eines Kalendereintrags versteckt und ausgelöst, sobald der Assistent den Kalender liest — bis hin zur Steuerung angebundener Geräte.

Englischer Begriff
Calendar Invite Injection
Kategorie
Indirekte Injektion
Risiko
Risiko hoch
OWASP-Bezug
LLM01 — Prompt Injection
Primärquelle
safebreach.com

Injektion über Kalender-Einladungen (englisch „Calendar Invite Injection") gehört zur Kategorie Indirekte Injektion und ist eine der dokumentierten Techniken der Prompt Injection gegen Sprachmodelle. Der Eintrag beschreibt das Wirkprinzip, damit Betreiber ihre Systeme prüfen und absichern können; eine Übersicht aller Verfahren steht im Techniken-Verzeichnis. Im Risikokatalog OWASP LLM Top 10 fällt die Technik unter LLM01: Prompt Injection.

Funktionsweise

  • Eine Einladung mit präpariertem Text landet automatisch im Kalender.
  • Der Assistent liest den Eintrag beim Beantworten einer Terminfrage mit.
  • SafeBreach demonstrierte darüber Aktionen bis in die Gebäudesteuerung.

Risiko

Risiko hoch Die praktische Gefährdung produktiver Systeme wird für diese Technik als hoch eingestuft. Maßgeblich dafür sind die Rechte der betroffenen Anwendung: Je mehr eine LLM-Anwendung lesen, senden oder ausführen darf, desto größer ist der Schaden, den eine einzelne eingeschleuste Anweisung anrichten kann. OWASP führt den zugehörigen Risikobereich als LLM01 — Prompt Injection.

Schutz

Keine Einzelmaßnahme verhindert diese Technik vollständig. Wirksam ist gestaffelte Absicherung, bei der jede Schicht davon ausgeht, dass die vorherige versagt:

  • Automatisches Annehmen fremder Einladungen abschalten.
  • Kalendertexte als nicht vertrauenswürdige Daten behandeln.
  • Gerätesteuernde Aktionen an eine ausdrückliche Bestätigung binden.

Ausführlich behandelt der Bereich Schutz vor Prompt Injection die einzelnen Maßnahmen; passende Werkzeuge listet das Werkzeug-Verzeichnis.

Verwandte Techniken

  • Indirekte Injektion

    Injektion über E-Mail

    Eine präparierte E-Mail genügt: Sobald ein Assistent das Postfach durchsucht oder zusammenfasst, gelangen die eingebetteten Anweisungen in seinen Kontext — ohne dass der Nutzer die Mail öffnen muss.

    Risiko hoch
  • Indirekte Injektion

    Indirekte Prompt Injection

    Die Anweisung stammt nicht vom Nutzer, sondern aus Inhalten, die das System selbst lädt — Webseiten, Dokumente, E-Mails. Der Angreifer muss nie mit der Anwendung interagieren.

    Risiko hoch
  • Angriff auf Agenten

    Zero-Click-Injektion

    Angriffsklasse, die ganz ohne Zutun des Opfers auskommt: Das Zustellen eines Inhalts in ein vom Assistenten durchsuchtes System genügt, um Injektion und Datenabfluss auszulösen.

    Risiko hoch

Quellen

  1. Injektion über Kalender-Einladungen — Primärquelle: https://www.safebreach.com/blog/gemini-voice-assistant-prompt-injection-exploit/

Dieser Eintrag erklärt das Prinzip zu Verteidigungszwecken. Er enthält bewusst keine einsatzfertigen Angriffs-Payloads gegen konkrete Systeme (siehe redaktionelle Grundsätze).