prompt injections.de
Modell · Google

Gemini 1.5

Für Gemini 1.5 von Google sind öffentlich 3 Befunde zu Prompt Injection und verwandten Angriffen dokumentiert. Der Eintrag fasst sie mit Quelle zusammen — es sind keine eigenen Messungen dieses Portals, sondern belegte Fremdbefunde zum jeweiligen Untersuchungszeitpunkt.

Anbieter
Google
Modellfamilie
Gemini
Stand der Angaben
2026-08-03
Primärquelle
hiddenlayer.com

Momentaufnahme. Anbieter bessern laufend nach. Ein hier dokumentierter Befund muss für die heute ausgelieferte Modellversion nicht mehr gelten. Umgekehrt gilt Prompt Injection bislang bei keinem Modell als grundsätzlich gelöst — die Absicherung gehört in die Anwendung, nicht in die Modellauswahl.

Dokumentierte Schwächen

  • Von HiddenLayer als anfällig für die Policy-Puppetry-Vorlage geführt.
  • Sehr großes Kontextfenster erhöht die Angriffsfläche für Many-Shot-Verfahren.
  • Breite Anbindung an Dokumente und Postfächer macht indirekte Injektion zum Hauptrisiko.

Was das für Betreiber bedeutet

Die Auswahl eines robusteren Modells senkt die Erfolgsquote einfacher Angriffe, ersetzt aber keine Architektur. Wirksam bleiben die Maßnahmen aus OWASP LLM01: Rechte nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben, Ausgabeformate erzwingen und prüfen, Fremdinhalte klar von Anweisungen trennen (Spotlighting) und riskante Aktionen von einer menschlichen Freigabe abhängig machen.

Betroffene Techniken

  • Jailbreak

    Policy Puppetry

    Von HiddenLayer 2025 veröffentlichte Technik: Der Angriffs-Prompt wird als strukturierte Richtliniendatei (XML, JSON, INI) formuliert, die das Modell als interne Konfiguration statt als Nutzereingabe interpretiert.

    Risiko hoch
  • Mehrstufiger Angriff

    Many-Shot-Jailbreaking

    Von Anthropic veröffentlichte Technik: Sehr viele fingierte Dialogbeispiele, in denen ein „Assistent" regelwidrig antwortet, werden in den Prompt gestellt — das Modell setzt das Muster fort.

    Risiko hoch
  • Indirekte Injektion

    Injektion über Dokumente

    PDF-, Office- oder Textdateien enthalten versteckte Anweisungen, die wirksam werden, sobald ein Assistent das Dokument zusammenfassen oder auswerten soll.

    Risiko hoch

Quellen

  1. Gemini 1.5 — dokumentierter Befund: https://hiddenlayer.com/innovation-hub/novel-universal-bypass-for-all-major-llms/

Momentaufnahme: Die aufgeführten Schwächen beziehen sich auf den jeweils genannten Untersuchungszeitpunkt. Anbieter bessern laufend nach — ein hier dokumentierter Befund muss für die heutige Modellversion nicht mehr gelten. Prompt Injection gilt bislang bei keinem Modell als grundsätzlich gelöst.